Performance Installation im öffentlichen Raum, Objekte & Reliquien (Schilder, Preislisten, PMS100, PMS50)

Die Zuhälterin Pimpette verkaufte am Eröffnungsabend im Arthur Schnitzler Park Baden performative Liebesdienste. Passend zur Neubennung des Parks erhalten auch zwei Wege neue Namen: “Weg des Herzens” und parallel daneben der “Weg des Schmerzes”. Die Besucher hatten die Wahl, ob sie sich Liebesdienste oder Schmerzerlebnisse der kuratierten Prostitutierten leisten können und wollen. Alles wurde persönlich verhandelt. Egal, wofür sich die Kunden entschieden: “There will always be a candy to heal every pain.”

24.&25.08.2012, ISARSPRUDEL Festival, München, DE
Kommentar (Süddeutsche)
"Künstler müssen sich wie Prostituierte präsentieren"

11.05.2012, Baden bei Wien, AT
Kommentar (Eva-Maria Stadler, Ausstellungskatalog ARTHUR!)
"Der berühmte Ökonom Adam Smith spricht von einer Ökonomie der „unsichtbaren Hand“, die sich als Ordnungsbehauptung durchsetzt, da jeder nach seinen eigenen durchwegs selbstsüchtigen Motiven handelt, weil es kaum gelingt, im Sinne eines größeren Zusammenhanges zu agieren. Dass dies häufig aber zum Wohl des Ganzen ist, führt Joseph Vogl in seinem Buch „Das Gespenst des Kapitals“ aus, da die „Harmonie der Interessen“ zur treibenden Kraft wird.
Im Sinne einer solchen Harmonie bietet Barbis Ruder ihren Klienten, den BetrachterInnen, einen „Weg des Herzens“ und einen „Weg des Schmerzes“ an. Sie inszeniert sich am Eröffnungsabend von „Arthur!“ selbst als Zuhälterin Pimpette und lässt Strichjungen und „kuratierte Prostituierte“ durch den Park streifen. Im Angebot führt das Personal Liebesdienste jeglicher Art. Neben den klassischen Eros- und Schmerzdiensten sind dies künstlerische Zwischenakte wie Zitate oder Gedichte.
Barbis Ruder setzt nicht nur bei der Käuflichkeit und Verkäuflichkeit des Körpers an, sondern stellt darüber hinaus die Ökonomie sozialer Beziehungen zur Disposition."

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